Geht nur hin und grabt mein Grab,
denn ich bin des Wanderns müde.

Ernst-Moritz Arndt

Patientenverfügung

Die Patientenverfügung ist eine wichtige Vorsorgemaßnahme für den Krankheitsfall. Sie tritt dann in Kraft, wenn der Patient aufgrund einer schweren Erkrankung oder wegen der Folgen eines Unfalls nicht mehr in der Lage ist, seine Wünsche bezüglich der medizinischen Behandlung zu äußern.

Die Patientenverfügung ist eine Verfügung, die Ärzte und Angehörige darüber informiert, welche Behandlungen und Therapien gewünscht sind und welche Maßnahmen nicht ergriffen werden sollen. Die Ärzte sind an dieses Dokument gebunden und müssen die Behandlung entsprechend gestalten.

Grundsätzlich empfiehlt sich die schriftliche Niederlegung der Patientenverfügung mit einer regelmäßigen Aktualisierung. Eine juristische Beratung per Rechtsanwalt oder Notar wird Ihnen helfen, Ihre Wünsche zweifelsfrei zu formulieren. Wir empfehlen Ihnen gerne Kontakte.

Erste Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz: 

www.bmjv.de 



Testament

Gesetzliche Regelungen

Es ist beruhigend, wichtige Angelegenheiten bereits zu Lebzeiten zu regeln. Dazu gehört auch die wunschgemäße Verteilung des eigenen Nachlasses. Es ist unbedingt empfehlenswert, sich über einige Grundlagen des Erbrechts zu informieren. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Sie in juristischen Fragen nicht beraten dürfen. Gerne stellen wir den Kontakt zu Rechtsanwälten und Notaren her, die Sie kompetent informieren und beraten.

Wir möchten Ihnen hier einen kurzen Überblick vermitteln.

 

Die gesetzliche Erbfolge

Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist die gesetzliche Erbfolge eindeutig geregelt. Zunächst haben die „Erben erster Ordnung“ neben dem Ehepartner Anspruch auf den Nachlass eines Verstorbenen. Zu diesen zählen die eigenen Kinder und Kindeskinder. Im Anschluss daran sind weitere Angehörige erbberechtigt, also beispielsweise Eltern, Geschwister, Nichten und Neffen.

Sollten diese Regelungen nicht ausreichen oder durchbrochen werden, etwa um einem guten Vertrauten ein Erbe zukommen zu lassen oder die Erbschaftssteuer zu berücksichtigen, wird das Verfassen eines Testaments oder Erbvertrages notwendig.

Das Testament muss eigenhändig geschrieben und unterschrieben werden sowie mit Namen, Ort und Datum versehen werden. Zur Vermeidung von Unklarheiten empfehlen wir die Kontaktaufnahme zu einem Notar oder Rechtsanwalt.

Weitere Informationen und wichtige Downloads finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz unter www.bmjv.de.

 

 

Diese Erklärung ist keine Rechtsberatung. Bei allen juristischen Fragen raten wir Ihnen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, die wir Ihnen auf Wunsch gerne vermitteln. Vollständige Rechtssicherheit erhalten Sie auch beim handschriftlichen Testament nur durch eine anschließende anwaltliche Beratung oder notarielle Beurkundung.

Organspende

Organspende

Für viele Menschen ist das Thema Organspende immer noch tabuisiert. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, viele scheuen den Gedanken an die Endlichkeit. Jeder, der sich für eine Organspende entscheidet, erklärt sich damit einverstanden, dass nach Feststellung des Todes die eigenen Organe entnommen werden dürfen, um einem lebensbedrohlich erkrankten Menschen weiterhelfen zu können. 

Die Organspende kann Leben retten oder die Lebensqualität eines Erkrankten entscheidend verbessern. Sprechen Sie mit den Menschen darüber, die Ihnen nahestehen. Mit einem Organspendeausweis kann der Spender bestimmen, ob und in welchem Umfang er der Organspende zustimmt. Er kann auch verfügen, dass er grundsätzlich nicht zur Spende bereit ist.

Auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) finden Sie viele weitere Informationen, die Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen können. Dort besteht auch die Möglichkeit für einen Download des Ausweises.

www.organspende-info.de



Ratgeber für Beileidsbekundungen

Trauer und Mitgefühl in Worten auszudrücken, fällt vielen Menschen schwer. Es ist jedoch wichtig, dass Sie sich den Trauernden, die einen Nahestehenden verloren haben, mitteilen. Es wird zwar ihr Leid nicht mindern, jedoch spendet eine ehrliche Beileidsbekundung Trost und Kraft.

Bei der Formulierung sollte man einige Regeln berücksichtigen. Beileidsbekundungen per SMS oder auch per

Trauerkarten in unterschiedlichen Designs: von der ganz einfachen oder konservativen Version bis hin zur modernen Ausführung.

Die Kondolenzpost sollte per Hand geschrieben werden. Bringen Sie Ihre Gefühle zu Papier. Dabei ist nicht die Länge des Briefes entscheidend. Sie können auch ein Zitat verwenden, das zu dem Leben des Verstorbenen oder seinem Charakter passt. Bibelsprüche eignen sich nur, wenn Sie sicher sind, dass der Verstorbene bzw. die Hinterbliebenen sehr gläubig sind.

Prinzipiell können Sie nichts falsch machen, im Gegenteil: Falsch wäre es, keine Anteilnahme zu bekunden.

Nachfolgend finden Sie einige Hilfen für die Formulierung. Darüber hinaus haben wir zum Download eine Zitate-Sammlung bereitgestellt.

 

PDF Download Kondolenzratgeber

 

 

Kinderfragen

Kinder gehen im Allgemeinen mit dem Tod und der Endlichkeit unbefangener um als Erwachsene. Im Trauerfall sind auch sie von dem Verlust eines Nahestehenden betroffen und sollten in die Abläufe der Abschiednahme integriert werden. Erklären Sie Ihren Kindern, welche Schritte für einen liebevollen Abschied nun anstehen, und vermeiden Sie dabei unrealistische Bilder oder Versprechungen. Sätze wie z. B. „Oma macht eine lange Reise“ können zu Verunsicherungen führen. Tabuisierungen können bei Kindern Ängste auslösen.

 

Kinderideen sind gute Ideen

Wenn ein Kind den Wunsch äußert, Blümchen auf das Grab zu legen, während der Trauerfeier ein Lied zu singen oder Opas Lesebrille als Grabbeigabe vorschlägt, sollten Sie diesen nachkommen. Diese persönlichen Gesten können für die Trauerarbeit der ganzen Familie sehr hilfreich sein. Binden Sie Ihre Kinder in Entscheidungen mit ein: Welcher Blumenschmuck ist der richtige? Sollen wir ein Foto aufstellen?

Sie werden feststellen, dass dies sehr hilfreich für die Trauerbewältigung der ganzen Familie sein wird.

 

Gemeinsam trauern

Der Gang zum Friedhof und der Besuch des Grabes sind, insbesondere in der ersten Zeit nach der Beerdigung, emotional schwierige Momente. Nehmen Sie Ihre Kinder an die Hand und erklären Sie ihnen die Bedeutung des Grabes und des Friedhofs. Gemeinsam Blumen pflanzen, das Grab dekorieren oder eine Kerze anzünden: All das kann Trost spenden und wird Ihren Kindern zeigen, dass Menschen auch nach dem Tod verbunden bleiben. Darüber hinaus kann es auch hilfreich sein, Trauerliteratur für Kinder gemeinsam zu studieren. Nehmen Sie sich Zeit: für Ihre eigene Trauer und die Trauer Ihrer Kinder.